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Positionen und Stellungnahmen

Faire Vereinbarungen für pflegende An- und Zugehörige

Positionen und Stellungnahmen
Faire Vereinbarungen für pflegende An- und Zugehörige
Dezember 2024 | Positionspapier

Grundsätze für die Beschäftigung von informell Pflegenden

Pflegende An- und Zugehörige leisten den größten Teil der Pflege, oft ohne ausreichende Anerkennung, Entlastung oder Absicherung. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels wird zunehmend über bezahlte, vertraglich geregelte Modelle informeller Pflege diskutiert.

Das gemeinsame Positionspapier von Eurocarers und wir pflegen e.V. warnt jedoch davor, daraus ein Sparmodell auf Kosten der Familien zu machen. Eine faire Unterstützung pflegender Angehöriger darf nicht dazu missbraucht werden, die Verantwortung für Pflege noch weiter von Staat und Gesellschaft auf Familien zu verlagern.

Im Zentrum des Positionspapiers stehen zehn Grundsätze für faire Vereinbarungen. Dazu gehören eine angemessene Vergütung oberhalb des Mindestlohns, die volle Geltung arbeitsrechtlicher Standards, Selbstbestimmung für pflegende und pflegebedürftige Menschen, der gesicherte Zugang zu professioneller Unterstützung, der Schutz finanzieller Leistungen der pflegebedürftigen Person, die Möglichkeit zur Beschäftigung von Angehörigen im Rahmen persönlicher Budgets sowie echte Beteiligung von Interessenvertretungen pflegender Angehöriger. Ebenso betont das Papier, dass solche Modelle nicht bestehende Geschlechterungleichheiten verfestigen dürfen, sondern fair, partnerschaftlich und mit Perspektiven für berufliche Entwicklung ausgestaltet werden müssen.

Die Langfassung und die Kurzfassung bieten damit eine wichtige Orientierung für die politische und fachliche Diskussion.