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Pflege wählen – zur NRW Landtagswahl 2017

Pflege wählen: Warum eigentlich?

Pflege ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Die demografische Entwicklung drückt kräftig aufs Gaspedal und stellt uns schon jetzt vor große pflegerische Versorgungsfragen.

Eine Studie des Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat vor Kurzem verdeutlicht, dass Pflege für die Bürger*innen ein ganz zentrales Thema bei der Wahlentscheidung ist:

„43 Prozent aller Befragten geben an, dass das Thema sehr wichtig für ihre Wahlentscheidung ist. In der besonders relevanten Altersgruppe 50+ ist es sogar gut die Hälfte (53 Prozent)“ (ZQP 2017).

Die Gründe dafür liegen auf der Hand:

  • Versorgungs- und Personalengpässe
  • Mangelnde Versorgungsqualität in Einrichtungen
  • Schlechte Arbeitsbedingungen
  • Fehlende Unterstützung und Absicherung pflegende Angehöriger
  • Intransparente Beratungs- und Angebotsstrukturen
  • und und und …

Die Bundesregierung hat nach langer Vorlaufzeit mit den Pflegestärkungsgesetzen I-III wichtige Schritte in die richtige Richtung gewagt. Doch das kann nur der Anfang gewesen sein, wollen wir einen grassierenden Pflegenotstand verhindern.

Es muss ich etwas verändern! Und zwar sowohl im Hinblick auf pflegende Angehörige als auch in den ambulanten und stationären Versorgungsformen. Je länger wir weitere Reformen hinauszögern, desto schwerwiegender werden die Mängel in Zukunft sein! Ein Ausruhen auf den Pflegestärkungsgesetzen wäre daher für die Pflegebedürftigen und pflegende Angehörigen in Deutschland fatal.

Daher sind wir aufgefordert, einen genauen Blick in die Wahlprogramme der Parteien zu werfen. Welche Visionen bieten sie zur Weiterentwicklung der pflegerischen Versorgung an? Welche Bereiche und Zielgruppen haben die Parteien dabei im Blick und was bleibt außen vor?

Wir leisten hierzu einen Beitrag mit dem Programm-Check für pflegende Angehörige (Link zum Programm-Check).

Machen Sie also mit und setzen Sie ein Zeichen! Schließen Sie sich unserem Motto „Pflege wählen“ an und verdeutlichen Sie damit die große Bedeutung des Themas für unsere Gesellschaft. Teilen Sie das Logo auf Facebook, nutzen Sie es als Profilbild, sprechen oder schreiben Sie die Kandidaten der Parteien vor Ort an … Es gibt viele Möglichkeiten sich solidarisch zu zeigen und den Politiker*innen klar zu machen: Dieses Thema bewegt NRW!

Am 14. Mai: Pflege wählen!

[1] https://www.zqp.de/wp-content/uploads/2017_02_19_AnalysePflegeWahljahr_KJSEDVvf.pdf

 

Viel Zustimmung und Zuspruch für die Forderungen pflegender Angehöriger

Pflegende Angehörige sind die tragende Säule des Pflegesystems. Doch sind die Umstände, unter denen Familienpflege in NRW geleistet wird, noch immer ausbaufähig. Daher haben pflegende Angehörige eigene Forderungen entwickelt und diese zur bevorstehenden Landtagswahl an alle Parteien gerichtet. Gefordert werden unter anderem mehr Mitbestimmung, bessere Unterstützung vor Ort und eine starke Interessenvertretung. Damit sind die pflegenden Angehörigen im Landtagswahlkampf angekommen und ihre Stimme ist laut und deutlich zu hören!

Am 24. Februar 2017 lud wir pflegen NRW zum Polit-Forum „Pflegende Angehörige in NRW: Ziele und Forderungen zur Landtagswahl 2017“ ein, um die Forderungen vorzustellen und zu diskutieren. Durch den Nachmittag und die Podiumsdiskussion leitete Christian Pälmke (Vorstand wir pflegen NRW). Bevor jedoch die Politiker*innen gefordert waren, wurde die Veranstaltung mit Grußwörtern von Susanne Hallermann (Vorsitzende wir pflegen NRW), Karl-Josef Laumann (CDU, Patientenbeauftragter der Bundesregierung) und Margarete Wietelmann (Brügrermeisterin von Mülheim a. d. Ruhr) eröffnet.

Susanne Hallermann richtete ihr Grußwort insbesondere an die pflegenden Angehörigen, deren Teilnahme mit viel Aufwand verbunden und nicht selbstverständlich sei. Daher freute sie sich darüber, dass unter den mehr als 50 Gästen der Veranstaltung die pflegenden Angehörigen zahlreich vertreten waren. Im Raum vertreten waren über 300 Jahre gelebte Pflege-Erfahrung! In seiner Videobotschaft lobte Karl-Josef Laumann (CDU) insbesondere das Engagement des Vereins für pflegende Angehörige in NRW und erhoffte sich ein baldiges Treffen (Link). Im Anschluss gaben Frau Wietelmann und Anja Klein (Sozialamt) Einblick in das Wirken der Stadt Mülheim a. d. Ruhr, mit dem Ziel einer würdevollen, pflegerischen Versorgung und Unterstützung betroffener Bürger*innen.

Klare Statements waren gefragt und klare Statements wurden geliefert!

Mit der anschließenden Podiumsdiskussion kam es zum Höhepunkt des Nachmittags. Klare Statements waren hier gefragt und klare Statements wurden geliefert! Beteiligt waren Arif Ünal (MdL, B90/Grüne), Arno Klare (MdB, SPD), Sandra Leurs (Piratenpartei), Nina Eumann (Die Linke) und Peter Beitz (FDP). Dagegen ließ sich die CDU nach mehrmaligen Bitten nicht zu einer Teilnahme bewegen.