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wir pflegen NRW e.V.

Berliner Platz 29
48143 Münster

Tel.: 0251 - 48446320
info@wir-pflegen.nrw

Kontakt und Erreichbarkeit

Brief an Minister Heil: wir pflegen e.V. begrüßt die Initiative zur Grundrente

Sehr geehrter Herr Minister Heil,

die Interessenvertretung pflegender Angehöriger „wir pflegen e.V.“ begrüßt Ihre Initiative zur Grundrente. Mit Ihrem Vorschlag nehmen Sie auch die Lebensleistungen der pflegenden Angehörigen in den Blick und würdigen deren Einsatz für unsere Gesellschaft. Dies ist ein wichtiges Signal an Millionen von Leistungsträger*innen in der häuslichen Pflege.

Aufgrund der sehr zeitintensiven Pflege sind die Erwerbsbiographien vieler pflegender Angehöriger von teilweise jahrelangen Unterbrechungen und/oder Arbeitszeitreduzierungen geprägt. Rund 44 Prozent müssen mit einem Haushaltseinkommen von unter 1.000 Euro im Monat auskommen (siehe Barmer Pflegereport 2018). Viele pflegende Angehörige sind somit während und nach der Pflege von Armut betroffen oder bedroht.

Die von Ihnen vorgeschlagene und im Koalitionsvertrag verankerte Grundrente kann zu deutlichen Verbesserungen beitragen, da diese auf Geringverdiener zielt und auch Pflegezeiten bei den erforderlichen 35 Beitragsjahren berücksichtigt. Eine Aufstockung der Rente von bis zu 447 Euro ohne Bedürftigkeitsprüfung, wäre ein wichtiger Schritt zu mehr Rentengerechtigkeit in Deutschland. Die Bundesregierung muss diesen Schritt jetzt gehen.

Doch klar ist auch, dass die vorgeschlagene Grundrente nicht alle Probleme lösen würde. So ist bislang mit der Grundrente noch keine armutsfeste Rente gemeint und auch das mangelhafte System der Rentenleistungen für pflegende Angehörige bliebe eine Großbaustelle. Es wären somit zusätzliche Gesetzesinitiativen notwendig, um den Kern Ihres Anliegens zu realisieren: Anerkennung und Respekt vor der Lebensleistung der Menschen. Hierfür stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung!

Mit freundlichen Grüßen

Christian Pälmke

i.A. des Vorstands des Bundesvereins

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Angehörige spielen bei Betreuung große Rolle

Die meisten der Pflegebedürftigen - gut drei Viertel - werden dem Statistischen Bundesamt zufolge zu Hause versorgt. Dabei spielen Angehörige eine große Rolle:

Für Angehörige ist die Betreuung in der Regel extrem belastend. Die Hälfte kümmert sich täglich mehr als zwölf Stunden um den Pflegebedürftigen, wie der Pflegereport der Barmer 2018 ergab. Jeder Vierte hat aufgrund der Pflege-Aufgaben seine Arbeit reduziert oder musste sie ganz aufgeben. Viele leiden unter Rückenschmerzen oder psychischen Problemen.

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Neuer Pflegereport der BARMER

Der neue Pflegereport der BARMER ist erschienen (mit Erwähnung vor wir pflegen auf S. 104).

zum Download

Direkt:

Bis zu 13.000 Euro weniger Rente für pflegende Angehörige – wir pflegen fordert höhere Rentenbeiträge!

Wer in Deutschland Pflegeverantwortung übernimmt wird in der Rente stark benachteiligt. Wie aus einer schriftlichen Anfrage des Bundestagsabgeordneten Matthias W. Birkwald (Die LINKE) an die Bundesregierung hervorgeht, müssen pflegende Angehörige, die aufgrund der hohen Pflegeleistung ihre Arbeitszeit reduzieren, mit bis zu 13.000 Euro weniger Rente auskommen. Es ist davon auszugehen, dass die Folgekosten bei einer Berufsaufgabe noch deutlich höher liegen.

Unter bestimmten Voraussetzungen werden Rentenbeiträge für pflegende Angehörige in die Rentenkasse eingezahlt. Die Beiträge sind aus Sicht von wir pflegen e. V. jedoch viel zu niedrig, um Altersarmut wirklich verhindern zu können. So steigt die Rente für die Versorgung eines Pflegebedürftigen im Pflegegrad 2 nach einem Jahr um nur 8,34 Euro. Der Betrag sinkt sogar, wenn Sachleistungen wie ein ambulanter Pflegedienst genutzt werden. Im Vergleich: Die Rentenanwartschaft eines Durchschnittverdieners in Deutschland liegt im Jahr bei rund 31 Euro. Die meist über Jahre andauernde Pflegeverantwortung führt damit häufig zu mickrigen Renten.

Was dies konkret für pflegende Angehörige bedeutet, berichtet B.E.-Boge: "Meine Stelle aufzugeben entschied ich, als meine Halbtagstätigkeit mit der häuslichen Pflege meiner Mutter unvereinbar wurde. Kollegen gaben die Eltern ins Heim, erhielten weiter Lohn und Renteneinzahlungen. Häusliche Pflege bedeutet nicht nur Liebe geben, sondern dem Sozialstaat viel Geld sparen. Ein Zyniker würde sagen, dass zum Dank dafür meine Rente unter der Armutsgrenze liegt!“

Dazu Christian Pälmke, Fachreferent für Pflegepolitik und Familienpflege von wir pflegen e. V.: „Die Regierung nennt pflegende Angehörige stille Helden, ist aber nicht bereit sie vor Armut während und nach der Pflege zu schützen. Das passt nicht zusammen. Wir fordern von der Bundesregierung, dass sie Sofort-Maßnahmen zur Bekämpfung von Altersarmut in der häuslichen Pflege ergreift.“

wir pflegen e. V. unterstützt daher die angekündigte Initiative der Linken, sich zusammen mit den Sozialverbänden für höhere Rentenbeiträge einzusetzen.

Zur Pressemitteilung:

Pflegenotstand stoppen: Auch in der häuslichen Pflege!

wir pflegen NRW lobt die aktuelle Kampagne der Linken "Pflegenotstand stoppen". Allerdings greifen die Forderungen der Partei (noch) kaum die prekäre Situation in der häuslichen Pflege auf. 76 Prozent aller Pflegebedürftigen werden zu Hause von mindestens 5 Millionen pflegenden Angehörigen versorgt. Sie gehören daher zwingend in den Fokus der Kampagne.  

Am 22. September 2018 vertrat Christian Pälmke (Landesvorsitzender) wir pflegen NRW auf der Care-Konferenz der Linken NRW in Bochum. Dort sprach er unter anderem auch die Defizite der Kampagne an: "Wir haben uns über die Einladung der Linken zur Care-Konferenz gefreut. Die Gelegenheit haben wir gut genutzt, um unsere Sicht auf den Pflegenotstand klar darzulegen." Zur Verdeutlichung der für viele pflegenden Angehörigen schwierigen Situation, wurde im entsprechenden Workshop ein Vergleich zu den Rechten von Lohnabhängigen gezogen:

  • keine fixierte Arbeitszeit
  • kein Wochenende
  • faktisch auch kein Urlaubsanspruch
  • keine Streikoption und
  • vor allem auch kein Gehalt

"Diese Probleme müssen verstärkt in der politischen Diskussion Beachtung finden. Vor allem braucht es den Willen für passende Lösungen", so Pälmke.

Eine Zusammenfassung der Care-Konferenz finden Sie hier: https://www.dielinke-nrw.de/start/kampagne/pflegenotstand-stoppen/care-konferenz-am-22918-in-bochum/

https://www.dielinke-nrw.de/start/kampagne/pflegenotstand-stoppen/care-konferenz-am-22918-in-bochum/

Care-Konferenz der Linken NRW am 22. September 2018 in Bochum

 - wir pflegen NRW ist dabei!

Mit einer Care-Konferenz wollen die Linken in NRW über den Pflegenotstand und über politische Handlungsoptionen diskutieren. Da darf wir pflegen NRW natürlich nicht fehlen! In einem Workshop wird Christian Pälmke die Situation in der häuslichen Pflege darstellen und die Stimme der pflegenden Angehörigen vertreten.

Anmeldung unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Näheres zum Programm: https://www.dielinke-nrw.de/termine/termine-allgemein/detail/news/menschen-vor-profite-care-konferenz-nrw-1/

„Kurzzeit- und Tagespflege sind in NRW „Mangelware“ – Aktuelle Studien zeigen eklatante Versorgungsengpässe auf

Pflegende Angehörige berichten zahlreich, dass Plätze in der Kurzzeitpflege in vielen Regionen kaum bis gar nicht verfügbar sind. Diese Erfahrungen untermauert nun eine durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen in Auftrag gegebene Studie. So kommen auf einen Kurzzeitpflegeplatz in NRW im Durchschnitt 31 häuslich versorgte Pflegebedürftige. Zudem wird die Kurzzeitpflege heute primär als Übergang zwischen einem Krankenhausaufenthalt und einer pflegerischen Anschlussversorgung genutzt. Damit erfüllt sie nicht mehr die Aufgabe der Entlastung pflegender Angehöriger im Pflegealltag. 

Eine Befragung des WDR zeigt zudem, dass die Lage in der Tagespflege ebenfalls prekär ist. Das Ergebnis: Auf 100 Einwohner über 80 Jahre kommen im Durchschnitt 1,3 Tagespflegeplätze. 

Die Zahlen verdeutlichen: Der Pflegenotstand ist immens und das aktuelle Pflegesystem hat zur problematischen Versorgungslage beigetragen. Daher ist aus Sicht von wir pflegen NRW ein Richtungswechsel dringend geboten.“ 

MAGS Studie: https://www.landtag.nrw.de/Dokumentenservice/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMV17-527.pdf

WDR Umfrage: https://www1.wdr.de/verbraucher/gesundheit/altenpflege-122.html

Auf dem 12. Deutschen Seniorentag

wir pflegen NRW war mit Stand und Referaten auf dem 12. Deutschen Seniorentag (28.- 30.Mai 2018, Dortmunder Westfalenhallen) vertreten und gab pflegenden Angehörigen eine Stimme. Der WDR interviewte NRW Gesundheits-Minister K-J Laumann und uns - zu sehen waren wir dann in WDR Westpol am 03.06.2018  https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/westpol/video-pflegeheime-verschleppter-umbau-100.html

EINE KOALITION FÜR GUTE PFLEGE wir pflegen fordert Neu-Orientierung des Pflegesystems

Anlässlich des Votums der SPD-Mitglieder für eine große Koalition fordert die Interessenvertretung pflegender Angehöriger ‚wir pflegen’ von der neuen Bundesregierung deutliche Verbesserungen in der häuslichen Pflege und eine grundlegende Neuausrichtung des deutschen Pflegesystems.

Jetzt PM lesen

Entlastungsleistungen für pflegende Angehörige: Verschenkte Millionen?

„Es ist ja nicht so, dass wir uns leichtfertig zustehende Entlastungen entgehen lassen!
Viele Anspruchsberechtigte wissen gar nichts von dieser Möglichkeit”.
 
Das Nicht-Inanspruchnehmen von Leistungen aus der Pflegeversicherung ist unter anderem auf mangelnde Beratung zurückzuführen. Das hat die ZQP-Studie gezeigt und das ist auch das, was pflegende Angehörige seit Jahren anprangern.
 
“Doch selbst die, die Bescheid wissen, können solche Entlastungen im Pflegealltag oft nicht nutzen, denn es fehlt vielerorts an Angeboten, die von diesem angeblich verschenkten Geld zu bezahlen wären“ sagt Elke Wenske, pflegende Ehefrau. Die wir pflegen Landessprecherin Hessen spricht damit vielen pflegenden Angehörigen aus der Seele.
 
Lesen Sie hier unsere Pressemitteilung in ganzer Länge – als PDF Version!