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LANDESPOLITIK

LAP-Sitzung am 23. November 2017 - Der Markt macht's...?


Am 23. November 2017 fand die erste Sitzung des Landesausschuss Alter und Pflege (LAP) unter dem neuen Minister Karl-Josef Laumann statt. Im wunderschönen Düsseldorfer Rathaus nutzte der Minister die Möglichkeit, um den LAP über seine pflegepolitischen Leitlinien für die kommenden Jahre zu informieren. Dabei sprach er verschiedene Herausforderungen an, die das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales unter seiner Leitung angehen wird.

Dazu gehören der Fachkräftemangel in der Pflege, der Mangel an Hausärzten im ländlichen Raum und die einfachere Integration von zugewanderten Pflegekräften in den deutschen Arbeitsmarkt. wir pflegen NRW unterstützt das Ziel des Ministeriums hier mit verschiedenen Maßnahmen für nachhaltige Lösungen zu sorgen.

Laumann stellte in seiner Rede zudem die Frage nach der Grundausrichtung des deutschen Pflegesystems. So betonte er die positiven Wirkungen der geltenden Marktmechanismen im Pflegesektor, die er für die Vielfalt an Angeboten in der Pflege als ursächlich ansieht. Gleichzeitig verwies er auf die Problematik, dass Angebot und Nachfrage in der Kurzzeitpflege – insbesondere in Notsituationen – häufig im Missverhältnis zueinander stehen.

Wir pflegen NRW e.V. schätzt die Wirkungen des Marktes in der Pflege kritisch ein. „Wir sehen an vielen Stellen, dass der Markt nicht automatisch für bedarfsgerechte Lösungen für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige sorgt“, so der stellvertretende Vorsitzende Christian Pälmke. „Wir müssen daher sehr genau hinsehen, wo sich konkrete Probleme auftun. Herr Laumann hat mit der Kurzzeitpflege bereits auf ein erhebliches Problem verwiesen, welches der Markt selbst nicht beheben wird. Hier bedarf es der regionalen Steuerung und Planung durch die Kommune.“

Wir pflegen NRW e.V. unterstützt daher die Entwicklungen und Diskussionen im Zuge des 7. Altenberichts und der rechtlichen Verankerungen im Alten- und Pflegegesetz NRW. „Es bedarf umfassender kommunaler Kompetenzen in der Pflege, die allerdings dann auch zur Entlastung und Unterstützung pflegender Angehöriger genutzt werden müssen“, so Pälmke.

BÜRO IN MÜNSTER

wir pflegen - Interessenvertretung u. Selbsthilfe pflegender Angehöriger in Nordrhein-Westfalen e.V.

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